Die erste Gemeinderatssitzung

Warum wurde die Sitzung abgebrochen?

Wir wenden das Instrument des Auszugs aus dem Gemeinderat nicht gerne an. Als Partei, die 41% der Wolkersdorfer vertritt, sehen wir es allerdings als unsere Pflicht an, ein klares Zeichen gegen die geplante Verschwendungspolitik zu setzen.

Auf der 48 Punkte umfassenden Tagesordnung waren sehr viele Anträge zu finden, die schwerwiegende Auswirkungen auf die finanzielle Zukunft unserer Gemeinde haben. Zu keinem dieser Punkte wurde mit uns gesprochen.

Wir sind der Meinung, dass die ÖVP, als größte Fraktion im Gemeinderat, nicht einfach übergangen werden darf. Wir haben die Sitzung daher verlassen, damit noch eine Woche Zeit ist, zwischen Viererkoalition und ÖVP Gespräche zu führen und mögliche Kompromisse auszuarbeiten.

Wie geht es in Zukunft weiter?

Wir sind sehr schockiert darüber, welcher Umgangston und welche Art, miteinander zu arbeiten, jetzt Einzug in den Gemeinderat gefunden hat. Unter Bürgermeisterin Anni Steindl wurden stets alle Parteien zu Gesprächen eingeladen und in die Besetzung der Ausschüsse eingebunden. Wir haben der Viererkoalition mehrfach Angebote über eine mögliche Zusammenarbeit gemacht. Wir haben uns bereit erklärt, Aufgaben zu übernehmen, um Wolkersdorf mitzugestalten. Leider haben wir nur Absagen und teilweise gar keine Antwort bekommen.

Ein großer Teil unserer Arbeit wird es in Zukunft sein, diese neue und höchst unerfahrene Gemeindeführung genauestens zu kontrollieren und dafür zu sorgen, dass für Wolkersdorf kein Schaden entsteht.

Wir haben trotzdem vor, unsere Oppositionsarbeit anders zu gestalten, als es MIT:uns und WUI in der letzten Legislaturperiode getan haben. Wir halten nichts davon, dauernd Sitzungen zu blockieren, Beschlüsse zu verzögern und prinzipiell gegen alles zu stimmen.

Gute und sinnvolle Projekte werden wir wie bisher mit voller Kraft vorantreiben! Wir werden dafür arbeiten, dass Wolkersdorf so großartig bleibt, wie es die ÖVP-Bürgermeister Johann Galler, Franz Holzer, Norbert Heurteur und Anni Steindl in 50 Jahren Arbeit aufgebaut haben!

Leistbares Wohnen

Es ist nicht nur Aufgabe der Kommunalpolitik dafür zu sorgen, dass die älteren Mitbürger ihren Lebensabend in ihrer Heimatgemeinde verbringen können, sondern auch dafür, dass die Gründung eines ersten Hausstandes für junge Erwachsene erschwinglich ist. Die ÖVP Wolkersdorf unter der Führung von Stadtparteiobfrau Anni Steindl sieht es daher als eine ihrer vordringlichsten Aufgaben an, entsprechende Fördermodelle für Startwohnungen zu entwickeln und anzubieten.

Da denken wir aber nicht an den Bau von Gemeindewohnungen für einige Begünstigte, sondern an zeitlich gewährte Mietzuschüsse für viele junge Menschen, die Unterstützung brauchen!

Bürgermeisterin Anni Steindl

In den vergangenen 15 Jahren wurden in der Stadtgemeinde Wolkersdorf ca. 815 Wohneinheiten geschaffen. Rund 25 Prozent Ein- und Zweifamilienhäuser, sechs Prozent Reihenhäuser und nahezu 70 Prozent Wohnungen, wobei künftig die Wohnungsgrundrisse kleiner und kompakter werden.

Denn laut aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen wird die Lebensqualität in einer Stadt beziehungsweise Gemeinde weniger über die Größe und Ausstattung der Wohnung sondern eher über zusätzliche Nutzungen und Infrastruktur definiert. Erprobte Lösungen dafür sind Begegnungszonen wie beispielsweise der Platz der Generationen in der Withalmstraße in Wolkersdorf, wo gerade ca. 140 neue Wohnungen entstehen. Solche Plätze laden zur Kommunikation ein, bieten Platz für Kunst und Kultur und sind Freiraum ohne Konsumzwang.

Bürgermeisterin Steindl: „Um Kosten und darüber hinaus wertvollen Grünraum zu sparen, sollten wir künftig vor allem im bestehenden Wohngebiet neue Wohnungen errichten, dort wo Wasser und Kanal schon verlegt sind, wo die Straße beleuchtet und der Schnee geräumt wird.“ Wohnungen im Zentrum – an den Standorten Pfarrzentrum und altes Pflegeheim – sind daher zu bevorzugen.

150 neue Arbeitsplätze für Wolkersdorf

Neben dem Unternehmen Resch & Frisch im ecoplus Wirtschaftspark Wolkersdorf siedelt sich ein weiterer Betrieb im Lebensmittelbereich an. Dem Vernehmen nach, werden dort rund 150 neue Arbeitsplätze entstehen. Diese nunmehr 101. Firmenansiedlung in Wolkersdorf ist ein weiterer Beweis dafür, wie visionär die Wolkersdorfer Stadtverwaltung seit Jahrzehnten agiert.

Geschaffen wurde der Wirtschaftspark bereits in den 70er-Jahren unter Bürgermeister Johann Galler. Weiterentwickelt wurde der Wirtschaftsstandort im Norden Wiens unter den Bürgermeistern Franz Holzer, Norbert Heurteur und der amtierenden Bürgermeisterin Anni Steindl. Inzwischen ist der ecoplus Wirtschaftspark Wolkersdorf mit Abstand der attraktivste Wirtschaftsstandort im Weinviertel.

Auf der nunmehr 91 Hektar umfassenden Fläche sind jetzt die unterschiedlichsten Unternehmen angesiedelt. Ein kerngesunder Firmenmix. Die Nachfrage ist auch aufgrund der hervorragenden Verkehrsanbindung – S1, A5 und Schnellbahn – ungebrochen groß. Erweiterungsflächen für eine Vergrößerung des Wirtschaftsparks sind laut Vize-Bürgermeisterin Andrea Stöger-Wastell durch die vorausschauende Wirtschaftspolitik der Stadtgemeinde Wolkersdorf gesichert und können jederzeit aufgeschlossen werden.